Gründertagebuch Part 2

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Gründertagebuch Part 2

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Auf zum zweiten Teil unseres Gründertagebuches

Es gibt Neuigkeiten, wir haben erstes Feedback von Investoren bekommen. Die schlechte Nachricht vorweg: niemand will in Mode investieren und schon gar nicht in so einer frühen Phase in der wir uns befinden. Alle wollen ein MVP (Minimum Viable Product) zu deutsch: ein minimal überlebensfähiges Produkt, bevor sie investieren. Verständlich, aber auch eine echte Herausforderung für uns, da Kleinstmengen in der Textilproduktion mit enormen Kosten verbunden sind. Die gute Nachricht: unser Konzept kommt bei den Investoren an und findet Gefallen. Zum Glück lieben wir Herausforderungen, denn nun gilt es eine Möglichkeit zu finden, eine erste Kollektion in kleiner Auflage zu produzieren. Mit dieser werden wir an den Start gehen, erste Umsätze erzielen, Traction am Markt generieren und den Investoren das geben was sie benötigen, um mit ihrem Kapital und Know How in unser Startup einzusteigen.

DIE AUFGABE

Wir brauchen eine Musterkollektion in kleiner Auflage!

In Asiatischen Textilfabriken haben Kleinstmengen für Kundenspezifische Aufträge in der Regel eine Mindestabnahmemenge von 500-1.000 Stück pro Farbe und Design. Und selbst dafür sind die Preise für einen fertigen Artikel noch recht hoch, denn oft sinken die Preise erst ab 2.000 Stück (wohlgemerkt pro Design). Jetzt könnt Ihr euch vorstellen, welche Mengen bekannte Marken bestellen müssen, um günstige Preise zu erhalten. Der traurige Haken daran ist, dass ein enormer Überschuss produziert wird und es landet bei weitem nicht alles im SALE. Große Mengen werden anschließend einfach verbrannt, denn auch wenn recyceln eine Möglichkeit ist, so ist sie viel aufwendiger und teurer als alles zu verbrennen. Soviel zur Nachhaltigkeit von X&X oder ähnlichen Marken und ein weiterer Grund warum wir es uns zur Aufgabe machen, dass korrekteste Modelabel zu gründen.

DIE LÖSUNG

Eine Näherei in der Umgebung!

Wir haben Ausschreibungen auf Ebay und Facebook gemacht. Wir haben  Nähereien, Ateliers und sogar Hobbyschneiderinnen in Berlin und Umgebung angeschrieben. Nur um jemand zu finden, der unsere ersten Teile näht. Es dauerte gar nicht lang, bis wir unsere Schneiderin gefunden hatten. Die nötigen Stoffe, allesamt GOTS zertifiziert und aus 100% bio Baumwolle, können wir direkt aus einer deutschen Weberei beziehen. VERDAMMT unsere Klamotten wären dann zu 100% Made in Germany. Wenn ich so darüber nachdenke, dann ist das schon ein wenig Prestige like. Für den Anfang haben wir uns für eine reine Shirt Kollektion entschieden. Shirts sind die Evergreens der Mode, sie gehen immer und lassen sich vielfältig kombinieren, somit sind sie ideal für unseren Start geeignet. Später kommen dann Pullover, Hosen, Kleider, Jacken und Accessoires aber für den Anfang reichen Shirts. Jetzt sollen diese aber nicht einfach clean bleiben, sie müssen auch noch bedruckt werden. Textildruckereien gibt es wie Sand am Meer aber dort ist man ebenfalls an Mindestauflagen gebunden, was die Kosten in die Höhe treibt und uns zusätzlich in der Flexibilität einschränkt. Hinzu kommt, dass wir hier keine Kontrolle über die verwendeten Chemikalien hätten, also mussten wir uns etwas neues überlegen. Ich habe mich nächtelang mit verschiedenen Druckvarianten beschäftigt, habe recherchiert, mir Video-Tutorials angeschaut und nach dem nötigen Equipment gesucht. Jetzt hatte ich Blut geleckt und wollte das unbedingt einmal ausprobieren, weshalb wir uns dafür entschieden, den Druck selbst in die Hand zu nehmen. Sicherlich entstehen dadurch höhere Anschaffungskosten, aber dadurch hätten wir auch die volle Kontrolle über unsere edlen Stücke und wären deutlich flexibler bei den Designs. Wir wollen schließlich so wenig wie möglich überproduzieren und möglichst alles aus einer Hand erzeugen. So sparen wir Zeit, Transportwege und schonen die Umwelt.

Schnitte, Stoffe, Schneiderin, Druck, Labelling, Verpackung, dass sollte für den Anfang erstmal reichen. Nun brauchen wir aber auch hierfür etwas Kohle! Mein erster Gedanke war Crowdfunding, oft gehört aber nie genauer mit beschäftigt. Also ging es erstmal darum, die geeignete Crowdfunding Art zu finden. Für unser Projekt kam das “reward-based” Crowdfunding in Frage, hier investieren Privatpersonen in kreative Projekte und StartUps. Jeder kann mitmachen und bekommt für gewöhnlich eine Gegenleistung in Form einer symbolischen Dankesgabe oder Artikel aus dem Sortiment. Somit ideal für eine erste Finanzspritze und gleichzeitig zur Steigerung unserer Reichweite im Netz. Jetzt mussten wir unseren Finanzbedarf noch einmal anpassen, denn wir benötigen nicht nur genügend Kleidungsstücke für den Verkaufsstart, auch die Kampagne soll mit Shirts finanziert werden. Allein hierfür sind 300 extra Teile nötig um das gewünschte Fundingziel zu erreichen. Anlässlich dieser Kampagne, haben wir uns für eine Sonderedition entschieden, sozusagen eine Nabbering Crowd Edition. Begrenzt auf 300 Pieces, nicht im Handel erhältlich und somit exklusiv für diese Aktion designed.

DER ERSTE VIDEODREH

Für die Crowdfunding Kampagne benötigen wir ein Video von unserem Pitch, indem alles in max. 2-3 min. überzeugend rüberkommen muss. Die einzigen Videos die ich bisher gedreht habe, waren von mir und meinem Sohn oder mit der Familie. Doch ein Video zu drehen und es anschließend ins Netz zu stellen, war Neuland für mich. Aber gut, wir brauchen die Kohle also ran an das Skript und dann Action! Der Text war schnell zusammengereimt, eine Kamera war auch schon organisiert und als Location soll die eigene Wohnung dienen.   

#KLAPPE DIE ERSTE UND ACTION

Wie es weitergeht und alles zur Crowdfunding Kampagne, erfahrt Ihr in kürze hier im Blog und die wichtigsten Updates gibts natürlich auf Facebook und Instagram. Also bis bald.

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By | 2017-11-01T06:29:57+00:00 November 1st, 2017|Allgemein|0 Comments

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